Sommer Fern
abschluss

Reiten von den Tropen ins Hochland, 9 Tage

Vom Mindo-Schutzwald zum Indianermarkt in Otavalo



Buchungsnummer: ECU-GHR-05

Erleben Sie einen einmaligen Ritt durch das unberührte Herz der Anden. Entdecken Sie die unglaubliche Vielfalt andiner Landschaften: Endlos grüne Berge, tiefe Schluchten, blühende Orchideen, Urwald und Kakteenwüste, Vulkane und Kraterseen, traditionelles Farmland und tropische Wildnis, sonnige, heisse Täler und kühle, windbeherrschte Höhen, präkolumbine Ruinen und farbenfrohe Indianermärkte.

Auf Wunsch können Sie diese Tour auch auf 11 Tage ausweiten.


Reiseverlauf:

Abkürzungen: F=Frühstück, M=Mittagessen, A=Abendessen


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1. Tag: Quito - Bellavista Lodge

Von Quito aus fahren Sie über die westliche Andenkordillere in Richtung pazifischer Bergnebelwald, wo Sie unsere Pferde erwarten. Klima und Landschaftsbild wechseln hinter jeder grösseren Strassenbiegung und lassen die Vielfalt erahnen, der Sie auf diesem Ritt begegnen. Unterwegs haben Sie Gelegenheit, das Äquatordenkmal Mitad del Mundo 15 km nördlich von Quito, sowie das geschichtliche Forschungsprojekt Quitsa-To zu besichtigen und einen Eindruck davon zu erhalten, wie die ehemals hier ansässigen Kulturen des "Erdzentrums" gelebt haben und welches Wissen sie besaßen. Vor über 1000 Jahren bestimmten sie bereits den Verlauf der Äquatorlinie. Nach einem traditionellen ecuadorianischen Mittagessen fahren Sie weiter ins Naturreservat Bellavista, in dem unzählige Kolibris ihr Zuhause gefunden haben. Sie erwartet eine urige Lodge mit heißer Dusche und leckerem Essen aus der Vollwertküche. Vom Balkon Ihres Rundzimmers auf der obersten Etage einer einzigartigen, kugelfoermigen Bambuskonstruktion, genießen Sie einen weiten Blick über den Nebelwald und lauschen exotischen Vogelstimmen.

M/A

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2. Tag: Bellavista Lodge - Nono

Nach kurzer Anfahrt treffen Sie Ihre Pferde und wählen das für Sie geeignete aus. Sie durchqueren saftig grüne Nebelwaldregionen mit zahlreichen Wasserfällen, und reiten dabei stetig bergan. Der Nebelwald weicht sukzessive Wiesen und Weiden, während Sie sich einem der vielen aktiven Vulkane des Landes, dem knapp 4.800 m hohen Pichinchamassiv nähern, an dessen Nordwestflanke sich das malerische Örtchen Nono schmiegt, Ihr heutiges Etappenziel. Wenn Ihnen gutes Wetter beschieden ist, können Sie den aschebedeckten Kraterrand in greifbarer Nähe sehen, manchmal sogar das Aufsteigen schwefliger Dämpfe. Ihre Unterkunft erfolgt auf einer gutbürgerlichen Farm. Beim abendlichen Kaminfeuer wissen unsere Gastgeber interessante Geschichten über Land und Leute zu erzählen.

F/M/A

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3. Tag: Nono - El Cachaco

Beim Ritt durch grünes hügeliges Weideland, vorbei an einigen herrschaftlichen Hacienden, Kampfstierzuchten und Blumenplantagen, bekommen Sie einen lebendigen Eindruck von der agrarischen Gegenwart und Vergangenheit des Landes. Einige ausgedehnte Galloppaden entlang der Wiesen und Felder verkürzen Ihren heutigen Weg. Nahe der Siedlung Pucara überqueren Sie vulkanische Quellen, die hier aus dem Berg treten, und deren warmes, schwefliges Wasser zu einem wohltuenden Bad einlädt. Bei den nächsten Quellen von El Cachaco erwarten Sie gemütliche Betten und ein warmes Abendessen in den bis zu einem Meter dicken Mauern einer 300 Jahre alten Hacienda. Hier residierte einst der Graf von Amboise, Mitglied der französischen Kommission, welche Mitte des 18. Jahrhunderts im heutigen Ecuador den Äquator vermass. Messinstrumente mit einer alten Pariser Adresse, sowie antike Möbelstücke aus der Zeit des Luis XIV sind hier zu bewundern, während Sie im stilvollen Speisesaal dinieren. Alternative Übernachtungsmöglichkeit in der agrartouristischen Naturschutzstiftung im Bergdorf Yunguillas.

F/M/A

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4. Tag: El Cachaco - Naturschutzgebiet Pululahua

Nach ausgiebigem Frühstück im kolonialen Speisesaal überqueren Sie erneut die Äquatorlinie und reiten heute durch lichte Bambuswälder stetig leicht bergab in den erloschenen Vulkankrater des Naturschutzgebietes Pululahua mit seinen einzigartigen Landschaftsformationen. Auf Ihrem Weg begegnen Sie nur vereinzelten kleinen Gehöften, auf denen Hochlandbauern dem humusarmen Boden auf den steilen Feldern einen spärlichen Ertrag abkämpfen. In der Kraterebene, einem friedvollen, mystischen Fleckchen Erde, bestellen die Bauern ihre steinigen Felder mit dem Ochsenpflug wie vor 500 Jahren. Die jungen grünen Maisfelder, deren Blätter papierern im Wind rascheln, sind bleibender Eindruck dieses Reiseabschnittes. Ihre Unterkunft haben Sie in einem stilvollem Landgasthaus.

F/M/A

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5. Tag: Vulkankegel Pondoña - Aguacatal

Heute erkunden Sie den östlichen Teil des Kraters und beginnen Ihren Ritt mit der Umrandung des zentralen Vulkankegels Pondoña, welcher Zeugnis ablegt von vergangenen vulkanischen Aktivitäten. Auf Ihrem Weg zur Forschungsstation Chaupisacha inmitten von üppigem Bergnebelwald überqueren Sie erodierte Lavafelder mit blühenden Orchideen und mineralischen Quellen. Vorbei an tiefen, von Lavaströmen gekerbten Schluchten verlassen Sie den Vulkan und gelangen schliesslich in das schmale Tal des Rio Blanco, in dessen warmen Klima Zuckerrohr, Kaffeesträucher und tropische Früchte gedeihen. Wenn die Strahlen der Abendsonne über der präinkaischen Festung "Portalanza" durch die Wolken brechen, ist das ein Anblick, der Ihnen in Erinnerung bleiben wird. Aguacatal(Avocadobaum) ist der Name der idyllischen, abgelegenen Farm, auf der Sie heute übernachten.

F/M/A

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6. Tag: Aguacatal und Umgebung

Nachdem Sie nun mehr als die Hälfte Ihrer Strecke nach Otavalo zurückgelegt haben, legen Sie heute eine Pause ein und verweilen an diesem schönen Flecken Erde. Zu Ihrer Stärkung zaubert Doña Hilda hier fernab der Zivilisation einen original österreichischen Kaiserschmarrn und erzählt neugierigen Gästen gerne die sonderbare Geschichte dieses Gerichtes. Sie sind außerdem eingeladen, an einem 2-3-stündigen Ritt teilzunehmen und die Umgebung zu erkunden. Auch eine Wanderung entlang des Guayllabamba-Tales zu einer ehemaligen Jesuitenfarm, die Besichtigung über 1000 Jahre alter Schriftzeichen oder der Besuch eines kristallinen Bergwasserfalles sind Optionen, diesen Tag zu füllen. Bei Einbruch der Dunkelheit erwartet Sie ein kraftvolles Kaminfeuer im rustikalen Speisesaal.

F/M/A

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7. Tag: San José de Minas

Dies ist ein Tag für Abenteuerlustige. Nach Überquerung des tosenden Guayllabamba-Flusses beginnen Sie auf steilen Pfaden Ihren Ritt nach Norden, auf dem Sie atemberaubende Landschaften bestaunen können. Stückweise müssen Sie die Pferde durch schwieriges Gelände führen, gute Kondition ist unbedingt erforderlich. Gegen Abend erreichen Sie das in den Bergen gelegene Städtchen San José de Minas, in ehemaligem Silberminen-Gebiet gelegen, von dessen Glanz aus vergangener Zeit noch die mächtige koloniale Kirche zeugt. In den Seitengemäuern der alten Kathedrale beziehen Sie ein einfaches aber originelles Gasthaus.

F/M/A

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Alternativ: Bei schlechter Witterung und Wegführung diese Route

Es geht ebenfalls entlang des malerisch gelegengen und von steilen und tiefen Schluchten durchzogenen Guayllabamba Flusstals, welches schon lange vor Einzug der Inka von einheimischen Kulturen besiedelt wurde, die hier sowohl Ackerbau betrieben als auch ihren Göttern Tempel bauten und überdies bereits den genauen Verlauf der Äquatorlinie kannten. Pfade durch abenteuerliches Berggelände mit üppiger Vegetation verbinden sich mit Galoppaden über atemberaubende Höhenwege mit herrlich weiter Aussicht. Am Grat zwischen Flusstal und Vulkankrater können Sie bei klarer Sicht das Land überblicken. Zum Abschluss führt ein verwunschender Weg durch einen der ältesten Arrayan-Wälder steil bergab zurück in den Krater und zum gemütlichen Landhotel.

F/M/A

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8. Tag: Kratersee Cuicocha

Das fruchtbare Tal von Minas hinter sich lassend, reiten Sie heute noch einmal 1.000 m hinauf in die windbeherrschten Hochanden. Entlang der Wiesen und Felder des ursprünglichen, wildromantischen Hochlandes bestaunen Sie Kühe, die auf über 60 Grad steilen Bergen weiden. Bald haben Sie das Gebiet der Otavaleños erreicht, eine der wenigen Kulturen Ecuadors, denen die Anpassung an eine globalisierte Welt gelungen ist, ohne dafür ihre jahrhunderte alten Traditionen aufzugeben. Am späten Nachmittag gelangen Sie zu dem von 5.000 m hohen Bergen umgebenen Kratersee Cuicocha. Oberhalb der Lagune verbringen Sie heute Ihre letzte Nacht in komfortablen Cabañas. Schön angelegte hoteleigene Pfade führen hinunter ans Ufer und eröffnen einen romantischen Blick über den See und seine mystischen Abendnebel.

F/M/A

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Alternativ: Bei schlechter Witterung und Wegführung diese Route

Nach einem reichhaltigen Frühstück satteln Sie die Pferde für Ihren letzten halben Reittag zurück zur Pferde-Ranch. Um den alten Lavadom Pondoña führt Sie der Weg herum zum jüngsten Zeugnis vulkanischer Aktivität, der schwefel- und Eisen-versetzten Reventazón, auf der Epidendron-Orchideen als Pionierpflanzen wachsen. Gegen Mittag erreichen Sie die Ranch, verabschieden sich von den Pferden und machen sich im Begleitfahrzeug auf den Weg nach Otavalo. Unterwegs bekommen Sie ein traditionelles Mittagessen, bei dem Waghalsige auch Meerschwein probieren können. Weiterfahrt in das am Fusse des Imbabura-Massives gelegene Otavalo, das seiner Webekunst wegen weltberühmte Andenstädtchen. Unterkunft in stilvollem Hotel in Fussmarsch-Distanz zu den Märkten.

F/M/A

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9. Tag: Otavalo

Der heutige Tag bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten: Frühaufsteher können sich schon ab dem Morgengrauen auf dem Viehmarkt von Otavalo umschauen oder den Aufbau des Textilmarktes begutachten. Andere können ausschlafen und nach dem Frühstück den grossen Kunsthandwerksmarkt besuchen. Die Wollprodukte aus Otavalo werden heutzutage in vielen Ländern auf beiden Seiten des Atlantiks vertrieben. Und so ärmlich die meisten Menschen im Vergleich zu europäischen Standards auch leben, so einfach die Behausungen auch sind, denen Sie in den Bergen begegnet sind, so hat es ein Teil der Otavaleños doch zu relativem Reichtum gebracht, und nirgendwo sonst in Ecuador wird so viel Mercedes Benz gefahren wie in Otavalo.

Im Anschluss sind eine Fahrt in die Lederstadt Cotacachi, sowie zu der von schroffen Felswänden umgebenen Kraterlagune Cuicocha geplant, auf der Sie eine kleine Bootstour um die bewaldeten Inselchen in ihrer Mitte machen. Nach dem abschliessenden gemeinsamen Mittagessen bleibt es den Teilnehmer/innen freigestellt, ihren Aufenthalt in Otavalo entweder auf eigene Faust zu verlängern, um die umliegenden Ausflugsziele, zu denen die wildromantischen Mojanda-Seen sowie der Wasserfall von Peguche gehören, zu besuchen, oder aber nach Quito zurückzukehren.

F/M

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