Sommer Fern
abschluss

Bolivien-Kaleidoskop, 21 Tage

Jesuiten-Missionen – Inkafestung Samaipata – Sucre – Indiomarkt Tarabuco - Silberstadt Potosi – Andenhochland – Laguna Colorada – Laguna Verde – La Paz, Tiwanacu – Pumapunku - Titicacasee - Sonnen- und Mondinsel - Yungas



Buchungsnummer: BOL-0-01

Highlights:

  • Jesuiten-Missionen
  • Urwaldlandschaft der Chiquitanía
  • Inkafestung Samaipata
  • Sucre, koloniale Perle der Anden
  • Indiomarkt in Tarabuco
  • Koloniales Potosi und Cerro Rico (Silberberg)
  • Wildes Andenhochland (Altiplano)
  • Salar Uyuni, größter Salzsee der Welt
  • Laguna Colorado, Scharen von Flamingos
  • Laguna Verde (Nationalpark Andina Eduardo Abaro)
  • Sol de la Mañana (Geysire) und Thermalquellen von Polques
  • La Paz Hexenmarkt und Mondtal
  • Tiwanacu und Pumapunku, präinkaische archäologische Stätten
  • Titicacasee mit Sonnen- und Mondinsel
  • Fahrt in die Yungas (von den Anden in die Subtropen)

Entdecken Sie die Vielfalt und Ursprünglichkeit Boliviens, das pulsierende Herz Südamerikas. Sie fliegen nach Santa Cruz de la Sierra, in den Subtropen gelegen.  Von dort aus entdecken Sie das Urwaldgebiet der Chiquitanía mit den schönsten Jesuiten-Missionen, die mit Hilfe der indianischen Bevölkerung im 17./18. Jh. gebaut wurden. Die indianischen Dörfer und die üppige Flora des Urwalds werden Sie begeistern. Dann besuchen Sie die präinkaische Festung Samaipata und die Hauptstadt "de jure", Sucre. Die kolonialen Bauten, das Kunsthandwerk und der Trachtenreichtum der Indigenas (Einheimischen) wie auch der Besuch des farbenfrohen Sonntagsmarkts von Tarabuco tragen zu einem besonderen Erlebnis bei. In der Silberstadt Potosí besuchen Sie den Cerro Rico mit seinen Silberminen. Danach entdecken Sie die faszinierenden Wüsten- und Salzseenlandschaft im Altiplano (Hochland). Sie erwarten erodierte Gesteinsformationen, schneebedeckte Gebirge, der größte Salar (Salzsee) der Welt, schneeweis glitzernd soweit das Auge reicht, farbige Lagunen mit Scharen von Flamingos, fauchende Geysire und eine faszinierende Tierwelt. Nachts scheint der funkelnde Sternenhimmel zum Greifen nahe. Weitere Höhepunkte Ihrer Reise sind die geheimnisvollen archäologischen Fundstätten Tiwanaku und Pumapunku, der mehrtägige Besuch der unberührten Sonneninsel, von denen die Inkas ihren mythologischen Ursprung herleiten, die Bootsfahrt auf dem Titicacasee sowie der Besuch der Yungas, bei dem Sie die ganze Landschaftsvielfalt Südamerikas entdecken werden von den schneebedeckten Anden bis zum subtropischen Tiefland. Von La Paz fliegen Sie zurück nach Deutschland oder Sie verlängern Ihre Reise in Peru.

Hier haben Sie die Möglichkeit, sich die ganze Reise Bolivien-Kaleidoskop als PDF-Datei anzusehen.

Hier können Sie die Tier-und Pflanzenliste ansehen.

Nach der Rundreise bieten sich preislich und inhaltlich attraktive Verlängerungen an:

Von der Wüste in die weiße Kordillere, 5 Tage

Von La Paz über den Titicacasee ins Reich der Inkas, 7 Tage

Lesen Sie hier Kundenkommentare zu Bolivien-Kaleidoskop.

Hinweis:

Unsere Bolivien-Rundreise setzt bei jedem Reiseteilnehmer aufgrund der Höhenunterschiede von 400 m bis auf 5.000 m Höhenverträglichkeit voraus. Da unsere Reise in der Stadt Santa Cruz mit 437 m Höhe (Subtropen) startet und ideal stufenweise ins Hochland führt, ist eine optimale Höhenanpassung gewährleistet. Trotzdem empfehlen wir, dass Sie sich vor Reiseanmeldung bei Ihrem Vertrauensarzt auf Höhentauglichkeit prüfen lassen. Unterwegs sind viele Besichtigungen und immer wieder kleinere Wanderungen und auf der Sonneninsel größere Wanderungen vorgesehen. Im Andenhochland ab Potosí - Uyuni - Villamar - Oruro sind längere Tagesfahrten in 4x4-Fahrzeugen auf Sandpisten und unbefestigten Straßen vorgesehen, da es Lagunen, Salzseen, Wüsten und Andengebirge zu entdecken gibt. Dafür ist ein gutes Sitzfleisch erforderlich. Wir haben für Ihren Komfort max. 4 Teilnehmer in einem 4x4 Fahrzeug (Typ Toyota Landcruiser oder ähnlich) + Fahrer + Führer vorgesehen; in der Regel werden 8 Teilnehmer in einem Fahrzeug transportiert. Wenn Sie eine noch bequemere Sitzweise zu zweit bevorzugen, können Sie in einem separaten 4x4 Fahrzeug dies hinzubuchen. Somit käme z.B. für jeden der 4 Personen ein Aufpreis von € 200 p.P. in Anrechnung. Unsere Reise erfordert dennoch von jedem Teilnehmer Toleranz, Anpassung, Abenteuersinn und Teamgeist. Aufgrund der Topographie und Landesverhältnisse und der Witterung sind wir nicht in der Lage, die Tagesabläufe exakt zu planen. Somit ist der folgende Reiseablauf als ein Rahmenprogramm zu verstehen, das sich vor Ort ohne Vorankündigung kurzfristig ändern kann.



Reiseverlauf:

Abkürzungen:

Abkürzungen: F= Frühstück; M= Mittagessen, A= Abendessen


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1. Tag: Deutschland - Santa Cruz de la Sierra

Linienflug mit einer renommierten internationalen Fluglinie (LAN oder IBERIA oder TAM von Frankfurt/Main oder anderen Flughäfen (auf Anfrage) innerhalb Deutschlands nach Santa Cruz de la Sierra (Bolivien).


2. Tag: Ankunft in Santa Cruz de la Sierra: die Stadt in den Subtropen

Nachmittags kommen Sie in Santa Cruz de la Sierra an. Begrüßung durch Ihre örtliche Reiseleitung, die für die nächsten drei Tage für Sie zuständig ist. Übernachtung im Hotel.

A

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3. Tag: Santa Cruz de la Sierra - Concepcion

Morgens unternehmen Sie eine Fahrt in den subtropischen Urwald nach San Javier, einem Jesuiten-Dorf, in einer reizvollen Hügellandschaft, umgeben von Palmen und Felsblöcken gelegen. Sie besuchen die prächtig renovierte Jesuitenkirche mit Barockelementen, Ende des 17. Jahrhunderts komplett aus Holz erbaut und mit Naturfarben bemalt. Interessant ist die Kombination von kirchlichen und indianischen Wandmotiven, die der Kirche eine besondere Prägung geben. Die Chiquitano-Missionen folgten dem Modell der Guarani-Missionen von Paraguay, wo im 17. und 18. Jh. die zum Christentum bekehrten Indianer blühende Dorfgemeinschaften unter der Leitung jesuitischer Missionare bildeten. Die Dörfer oder "Reduktionen" erreichten eine beachtliche kulturelle Blüte, die europäischen Mustern folgte. Danach fahren Sie weiter nach Concepción, wo Sie im Hotel übernachten.

F/M/A

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4. Tag: Concepción - Santa Cruz de la Sierra

Morgens besuchen Sie die Kathedrale und das Konvent aus dem 18. Jhd. Zwischen den Jahren 1970 bis 1980 wurden die Anlage unter dem bayerischen Franziskanerbischof Eduard Bösl und dem Schweizer Architekten Hans Roth komplett renoviert. Die UNESCO erklärte 1990 Concepción zusammen mit fünf weiteren Reduktionen im bolivianischen Tiefland zum Weltkulturerbe der Menschheit.  Am Nachmittag fahren Sie die gleiche Straße nach Santa Cruz de la Sierra zurück, wo Sie am Abend ankommen. Übernachtung im Hotel.

F/M

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5. Tag: Inkafestung Samaipata

Morgens fahren Sie vom Tiefland (ca. 120 km) zu der in subtropischer Umgebung gelegenen Festung "El Fuerte" von Samaipata (1.650 m ü.d.M). Archäologische Grabungen bestätigen, dass sich in der Nähe ein Hauptort der Inkas befand, die im 13. Jhd. bis in den bolivianischen Osten vordrangen. Auf einem Rundweg finden Sie Aquädukte und Brücken vor, sowie eine eindrucksvolle Anlage, die wahrscheinlich religiösen Zeremonien diente. Danach besuchen Sie den heutigen gleichnamigen Ort Samaipata mit ca. 3.500 Einwohnern. Zahlreiche Häuser bewahren den überlieferten spanischen Kolonialstil. Während Sie durch die romantischen Straßen schlendern, fühlen Sie sich in die Vergangenheit zurückversetzt. Die Baumaterialien der zumeist einstöckigen Häuser sind Adobe (luftgetrocknete Lehmziegel), Steine aus der Umgebung, Ziegel und bisweilen Holz. Samaipata wurde im 17. Jh. von Spaniern gegründet und gilt heute als kulturelles, archäologisches und touristisches Zentrum der ostbolivianischen Andentäler. Danach fahren Sie zurück nach Santa Cruz de la Sierra zu Ihrem Hotel.

F/M

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6. Tag: Santa Cruz de la Sierra - Sucre

Nach dem Frühstück fliegen Sie nach Sucre, der konstitutionellen Hauptstadt Boliviens. Sie liegt im frühlingshaften gemäßigten Klima auf rund 2.900 m ü.d.M und gilt mit ihren gepflegten Plätzen und Parkanlagen als eine der schönsten Städte Südamerikas. Mit Ihrer Reiseleitung besuchen Sie die Altstadt von Sucre, die als eines der am besten erhaltenen Beispiele einer spanischen Kolonialstadt in Südamerika gilt und 1991 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde. Den Namen Sucre schließlich erhielt die Stadt zu Ehren des Marschalls José Antonio de Sucre, des legendären Freiheitskämpfers, der zusammen mit Simon Bolivar gegen die spanischen Unterdrücker gekämpft hatte. Sie besuchen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in folgender Reihenfolge: Parque Bolivar, Palacio de Justicia de Bolivia (Justizpalast), Casade la Libertad, in der 1825 Boliviens Unabhängigkeit erklärt wurde, das Convento de San Felipa de Nery. Danach besuchen Sie die Plaza Mayor 25 de Mayo. Übernachtung im Hotel.

F/M

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7. Tag: Der bunte Indiomarkt von Tarabuco

Morgens fahren Sie zu dem traditionellen Sonntagsmarkt nach Tarabuco. Die 2-stündige Fahrt (65 km) führt durch eine faszinierende Berglandschaft. Sonntags kommen die Indigenas in leuchtenden Trachten gekleidet aus den umliegenden Dörfern und Gehöften, um ihre Produkte auf dem Markt zu verkaufen und selbst einzukaufen. Hier können Sie farbenfrohe Textilien wie Unkus (Ponchos), Westen, Chuspas (Umhängetaschen) und die charakteristischen Monteras (helmartige Hüte) und Musikinstrumente, wie das Saiteninstrument Charango bewundern und erwerben. Bei einem Mittagessen können Sie den Tänzen eines flötenspielenden Indigena zuschauen, der mit sporenbespickten Holzschuhen und Lederhelm bunt dekoriert eigenartig anzusehen ist. Nach einem erlebnisreichen Markttag kehren Sie nach Sucre zurück zu Ihrem Hotel.

F/M

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8. Tag: Dinosaurier, Kloster La Recoleta und Weiterfahrt nach Potosí

Morgens besuchen Sie den Steinbruch Cal Orck. Hier befindet sich die größte paläontologische Wand der Welt mit mehr als 5.000 Dinosaurierspuren. Experten schätzen das Alter der Spuren auf 60 Millionen Jahren. Man kann davon ausgehen, dass sich zu dieser Zeit hier ein See und Urwald befand und dass die Dinosaurier durch den Schlamm zur Wasserstelle wateten. Sie sehen Fußspuren vom Tyrannosaurus (T-Rex), Brontosaurus und Triceratops. Danach besuchen Sie in Sucre das Kloster La Recoleta, das im Jahre 1601 von Franziskanern gegründet wurde. Die mit Rosen und Geranien liebevoll dekorierten Innenhöfe werden von viereckigen, mit steinsäulenbewehrten Gängen umgeben. Danach fahren Sie weiter nach Potosi auf eine Höhe von 4.067 m. Unterwegs machen Sie verschiedene landschaftliche Fotostopps. Die Stadt Potosí war einst die reichste Stadt der Welt und ist neben Lhasa auch die höchstgelegene Stadt der Welt. Seit dem 16. Jh. wurde hier ununterbrochen Silber abgebaut. Ankunft am Spätnachmittag und Übernachtung im Hotel.

F/M

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9. Tag: Stadttour und Silbermine von Potosí und Fahrt nach Uyuni

Morgens besichtigen Sie von außen die Kirchen Santo Domingo, San Lorenzo und San Martin sowie die Casa Real de la Moneda (Haus der Münze) von innen; hier wurden zur Kolonialzeit die Silbermünzen geprägt. Von der Stadt aus bietet sich von verschiedenen Stellen ein guter Blick auf den Silberberg „Cerro Rico", der der Hausberg der Stadt ist. Nach Einkleidung mit Bergmannskluft (Overall, Schutzhelm und Gummistiefel) und mit Taschenlampen ausgerüstet, dringen Sie unter fachmännischer Führung in einen der Stollen der Silbermine ein. Dabei bekommen Sie einen guten Einblick in die Lebensweise der Minenarbeiter und deren Verhältnis zur Göttin "Pachamama" und zu „El Tío, dem "Onkel", dem von den Bergleuten Tabak, Cocablätter, Schnaps als Opfergaben gebracht werden. Danach geht es in 4x4 Fahrzeugen (mit Fahrer) im Konvoi in das Andenhochland nach Uyuni; mit den 4x4-Fahrzeugen werden Sie dann in den nächsten 4 Tagen bis Oruro unterwegs sein, um die Faszination „Natur Pur" des Andenhochlandes voll erleben zu können. Übernachtung in Uyuni im einfachen Hotel.

F/M/A

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10. Tag: Berg- und Tundralandschaften im Andenhochland

Morgens besichtigen Sie die Stadt Uyuni, die durch den "Salar de Uyuni", den größten Salzsee der Welt bekannt wurde. Uyuni hat sich im letzten Jahrhundert als Eisenbahnknotenpunkt einen Namen gemacht und spielte im Chaco-Krieg (gegen Paraguay) eine strategische Rolle. Sie besuchen südlich der Stadt den Eisenbahn-Maschinenpark, ein eindrucksvolles Zeugnis der Eisenbahngeschichte Boliviens. Im Cementerio de los Trenes (Eisenbahnfriedhof) stehen zahlreiche alte Dampflokomotiven und Waggons, die in der trockenen Wüstenluft erstaunlich wenig rosten und somit fast intakt zu sein scheinen. Dann fahren Sie durch eindrucksvolle karge Hochgebirgslandschaften nach Süden. Unterwegs halten Sie in der kleinen Ortschaft San Cristóbal (3.761 m) an; sie liegt ca. 50 km südlich des Salar de Uyuni in der Gran Pampa Pelada, einer weiten Ebene nördlich der Cordillera de Lípez. Sie besichtigen die Kirche aus grob behauenen Steinen und können die Adobe-Häuser (Adobe=getrocknete Lehmziegel) bestaunen, die noch traditionell mit Ichu-Gras bedeckt sind. Danach geht es auf abenteuerlicher Fahrt durch Flüsse und auf Sandpisten. Nach Fotostopps an bizarren Felsformationen über Millionen von Jahren erodiert, erreichen Sie am Spätnachmittag den kleinen Ort Villamar, wo Sie im einfachen Hotel (das beste vor Ort) übernachten. Hier lassen sich prächtige Sonnenauf- und -untergänge beobachten.

F/M/A

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11. Tag: Laguna Colorada - Geysir Sol de Mañana - Laguna Verde

Morgens fahren Sie im Andenhochland durch gebirgige Gegenden und Sand- und Steinlandschaften, wo nur noch das kältebeständige Ichu-Gras und Azorellapflanzenpolster vorkommen, durchqueren mit Ihrem 4x4 Fahrzeug Flüsse und können unterwegs zwischen Felsen die seltene Vizcacha (Hasenmaus) und in den Halbwüsten zierliche Vicuñas (kleinste Kameloiden) beobachten. Außerdem können Sie bizarre Felsformationen bestaunen. Sie überqueren einen Pass von 5.000 m Höhe und gelangen in der REA (Nationale Reserve Eduardo Abaroa) zur Laguna Colorada. Die Lagune ist ein einzigartiges Naturschauspiel, das Wasser ist rötlich gefärbt; in der Regel kann man hier auch drei verschiedene Flamingo- Arten beobachten (Chile-Flamingo, Anden-Flamingo, James-Flamingo), die hier ab November nisten. Dann fahren Sie zu den Geysiren "Sol de Mañana" (4.850 m ü.d.M.), die pfeifend und zischend in Abständen mehrere Meter hohe Wasserdampf-Fontänen ausstoßen und in deren Kratern Lava-Schlamm brodelt. Man fühlt sich in die Zeit der Erdentstehung zurückversetzt. Nach einem Naturbad bei 30 C° in den in der Nähe gelegenen Termas de Chalviri besuchen Sie die Laguna Verde ("Grüne Lagune") in der Nähe des Vulkans Licancabur, der die Grenze zu Chile bildet. Danach fahren Sie zurück nach Villamar zu Ihrem Hotel, das Sie am Spätnachmittag erreichen.

F/M/A

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12. Tag: Anden-Traumlandschaften und zurück nach Colchani

Morgens fahren Sie Richtung Norden und haben dabei nochmals Gelegenheit, im klaren Licht des Andenhochlandes die schneegekrönte West-Andenkette zu erleben, bis Sie nach ca. 2,5 Stunden Fahrt das von den Anden eingerahmte Salar de Uyuni erreichen. Hier befindet sich auf ca. 3.650 m Höhe die größte Salzkruste der Erde, auch das "Weiße Meer" genannt inmitten einer charakteristischen Tundra Landschaft. Mit Ihrem 4x4-Fahrzeug besuchen Sie den Salzsee von Uyuni und haben Gelegenheit, auf dem See zu wandern. Erleben Sie die weite weiße Salzwüste; die ein Gefühl der Einsamkeit, Freiheit und Unwirklichkeit hervorruft, das in seiner Intensität kaum von anderen Naturerlebnissen übertroffen wird. Danach fahren Sie, wenn es der Zustand des Salars (Trockenheit) zulässt, zur Isla del Pescado (Fischinsel), auch Inkawasi oder Incahuasi (Quechua-Sprache, dt.: „Inkahaus") genannt. Es handelt sich dabei um eine Erhebung im Salar von fischähnlicher Form, die bei der Spiegelung des Reliefs auf dem Salzsee entsteht; sie liegt mitten im See, rund 80 km von Uyuni entfernt und ragt 169 m über die Salarfäche. Hier gibt es keine „Fische", aber jede Menge Kakteen, die bis zu 12 m hoch sind. Danach besuchen Sie einen Familienbetrieb bei Uyuni, der sich auf die Speisesalzherstellung spezialisiert hat. Danach fahren Sie 20 km weiter nach Colchani und übernachten in einem komfortablen Salzhotel. Haben Sie schon einmal unter einem Salzhimmel geschlafen?

F/M

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13. Tag: Vom Salar de Uyuni nach La Paz

Auf einer Fahrt durch wüstenhafte Berglandschaften geht es am Popo-See entlang nach Oruro (3.710 m), der Hauptstadt des gleichnamigen Departments, die vor allem wegen seiner Zinnförderung wirtschaftliche Bedeutung hat. Parallel zur Straße begleitet Sie streckenweise das Bahngleis und mit etwas Glück haben Sie die Gelegenheit, eine der langen mit Erz beladenen Güterzüge zu fotografieren. Nach Stopps bei Indianerhirse-Feldern und ggf. bei einem Lama-Bauern erreichen Sie Oruro, wo sich Ihr 4x4-Fahrer von Ihnen verabschiedet und dann geht es mit einem normalem Bus (oder Privatfahrzeug) auf der Panamericana weiter nach La Paz. Unterwegs bietet sich je nach Wetter die Gelegenheit, den Sonnenuntergang zu beobachten, wenn der Schneeriese Illimani (6.439 m) in ein rosa Licht getaucht wird. Er gehört zur Ostkordillere, die auch Cordillera Real (Königskordillere) genannt wird. Übernachtung in La Paz im Hotel.

F/M

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14. Tag: La Paz - Stadtbesichtigung und Besuch des Mondtals

Morgens besuchen Sie die Stadt La Paz. Sie liegt in einem gewaltigen Talkessel, geschützt von den rauen Winden und den grimmigen Nachtfrösten des Altiplano. Zuerst besuchen Sie den farbenprächtigen traditionellen Indio-Markt. Aufmerksamkeit erregt besonders der Zaubermarkt. Hier werden Körner, Kräuter, Lama-Föten sowie Fetische und Glücksbringer angeboten. Sie bekommen hier einen Einblick in die Glaubensvorstellung und Heilvorstellungen der Einheimischen. Danach besuchen Sie die Kirche von San Francisco, eine der imposantesten Bauwerke des Andenbarocks. Danach kommen Sie zum Plaza Murillo, dem kolonialzeitlichen Stadtkern mit der Kathedrale. Danach besuchen Sie das sehenswerte Musik-Instrumentenmuseum, wo Charangos und andere musikalische Kuriositäten zu bestaunen sind. Danach fahren Sie parallel zum Choqueyapu-Fluss auf 3.100 m hinab zum erodierten Mondtal (Valle de la Luna), mit tausenden von Erdpyramiden, die eine skurrile, wilde Landschaft bilden, bizarrer als auf dem Mond! Nach einer umfangreichen Wanderung (ca. 1,5 Std.) geht es zurück zu Ihrem Hotel.

F/M

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15. Tag: Fahrt in die Yungas

Morgens unternehmen Sie einen Tageausflug nach Coroico in den Yungas. Spektakulär ist die Fahrt von La Paz über den Cumbre-Pass (4.650 m) in das tropische Tiefland. Auf einer Strecke von nur 60 Kilometern werden ca. 3000 m Höhenunterschied überwunden. Sie kommen dabei vom Schnee und Eis der Anden zum Tropischen Regenwald im Tal und durchqueren dabei fast alle Klima- und Ökozonen Südamerikas. Seit wenigen Jahren wurde die als gefährlich berüchtigte alte Strecke (enge Straße mit tiefen Abgründen) durch eine gut ausgebaute neue Straße ersetzt, die nicht minder szenenreich ist. Die Yungas (span.: los Yungas) werden durch die Passatwinde mit Feuchtigkeit aus dem Tiefland versorgt. Zwischen 1.200 m und 1.800 m Höhe gedeihen hier somit aufgrund des milden Klimas Kaffee, Obst, Zitrusfrüchte und auf weiten Flächen auch Cocasträucher. Die landwirtschaftlichen Erzeugnisse sind wichtig für die Versorgung von La Paz. Nach dem Mittagessen in einem gemütlichen Restaurant bei Coroico mit Panoramablick über das fruchtbare Tal fahren Sie zurück nach La Paz. Übernachtung im Hotel.

F/M

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16. Tag: Wallfahrtsort Copacabana und die Sonneninsel im Titicacasee

Morgens fahren Sie über das Altiplano zum Titicacasee nach San Pablo de Tiquina, der engsten Stelle des Sees. Mit der Fähre setzen Sie in 15 Minuten auf die anderen Seite nach San Pedro de Tiquina über. Per Auto geht es durch die szenenreiche Gebirgslandschaft der Halbinsel mit spektakulären Ausblicken auf die durch Gletscherschliff geformten Täler und Bergflanken sowie auf den Titicacasee. Nach ca. 1 Std. erreichen Sie die Bucht von Copacabana. Die Kleinstadt gleichen Namens blickt auf eine über 3.000 Jahre alte Geschichte zurück; sie war einst ein bedeutendes zeremonielles Kulturzentrum und ist heute einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Boliviens. Nach dem Besuch der Basilica mit der Wundertätigen Schwarzen Madonna fahren Sie mit dem Motorboot zur Sonneninsel (ca. 1 Std.). In der Nähe der Palastruinen von Pilkokaina betreten Sie die Sonneninsel und besuchen die Inkatreppen und die Inkaquelle, die als "Brunnen ewiger Jugend und Glückseligkeit" verehrt wird. Nach einem traditionellen leckeren Aymara-Mittagessen, "Aptapi" genannt, wandern Sie ca. 1 Stunde (150 Höhenmeter) zu Ihrer Lodge (4.000 m ü.d.M.), im einheimischen Baustil erbaut. Mit etwas Glück können Sie einen spektakulären Sonnenuntergang beobachten. Abendessen und Übernachtung in der Lodge.

F/M/A

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17. Tag: Wandern auf der Sonneninsel

Nach einem spektakulären Sonnenaufgang mit Blick auf die stolzen schneebedeckten Gipfel der Königskordillere wandern Sie über mehrere Stufen in ca. 40 Minuten hinab zur Bootsanlegestelle. Unterwegs können Sie die sorgfältig terrassierten Felder sehen, die von den Inkas vor ca. 700 Jahren angelegt wurden und heute noch funktionieren. Danach unternehmen Sie eine Bootstour zu dem nördlichen Teil der Sonneninsel (1 Std.), wo Sie das Labyrinth La Chincana mit noch gut erhaltenen Inkaruinen und den Heiligen Fels besuchen. Von hier aus zweigt ein landschaftlich reizvoller Höhenweg ohne extreme Steigungen zum südlichen Teil der Sonneninsel ab. Nach ca. 3 Stunden mit überwältigenden Aussichten erreichen Sie Ihre Eco-Lodge. Nach einem traditionellen Essen, in Bolivien „Huatia" genannt, das auf die Inkaepoche zurückdatiert und im Erdofen auf heißen Steinen zubereitet wird, genießen Sie eine wohlverdiente Siesta. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung und bietet sich an, in der Nähe der Lodge weitere Inkaruinen und die terrassierten Felder zu entdecken. Übernachtung in der Lodge.

F/M/A

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18. Tag: Sonnen- und Mondinsel, Fahrt nach La Paz

Morgens, nach einem weiteren spektakulären Sonnenaufgang, wandern Sie in ca. einer halben Stunde zu der Bootsanlegestelle von Yumani, um mit dem Boot zur Mondinsel zu fahren, wo Sie den Tempel der Sonnenjungfrau "Iñak Uyu" besuchen. Nach einer alten Sage sind die ersten Inkas (Inka=Sonnensohn) von der Sonneninsel aus nach Cuzco ("Nabel der Welt") gezogen, um dem göttlichen Befehl zu befolgen, dort ihr Reich zu gründen, wo sie einen goldenen Stab in den Boden treiben konnten. Unter dem blauen Himmel leuchtet das tiefe Blau des Titicacasees. Vereinzelt findet man Zypressen, Eukalyptus und den "Kantuta-Strauch" vor, dessen Blüte die Nationalblume Boliviens auf Grund der Farben „rot, grün, gelb" ist. Unterwegs treffen Sie vereinzelt auf die Lehm-Hütten der Campesinos (Bauern), die verschiedenste Kartoffelarten, Indianerhirse und weitere Gemüse anbauen. Anschließend fahren Sie mit dem Boot zurück nach Copacabana und mit dem Fahrzeug nach La Paz, wo Sie gegen Abend eintreffen. Übernachtung im Hotel.

F/M/A

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19. Tag: Präinkaische Ruinen von Tiwanacu und Puma Punku

Morgens fahren Sie vorbei am internationalen Flughafen El Alto, der auf 4.000 m Höhe liegt, über das Altiplano nach Tiwanacu (72 km von La Paz), der weltweit berühmten archäologischen Fundstelle aus dem 4. bis 12. Jh. n. Chr.. Tiwanaku ist mit seiner megalithischen Architektur die bedeutendste Fundstelle des präinkaischen Amerikas. Sie besichtigen die geheimnisvollen Tempelanlagen und das berühmte "Sonnentor" (Intipunku), auf dem eine kunstvoll gearbeitete menschenähnliche Persönlichkeit mit einem Strahlenkranz eingeritzt ist, die als "Weinender Gott" oder als Schöpfergott Viracocha oder Sonnengott Inti gedeutet wird. Auf einer weiteren Plattform steht der Monolith "El Fraile" (der Mönch). Danach besichtigen Sie das wenige hundert Meter entfernte archäologische Ruinenfeld Puma Punku, dessen exakt behauene riesige Monolithen äußerst beeindruckend sind. Nach einem typisch bolivianischen Mittagessen fahren Sie wieder zurück nach La Paz. Unterwegs besuchen Sie die Ortschaft Laja, wo im Jahr 1548 die erste Stadtgründung von La Paz stattfand. Am Spätnachmittag erreichen Sie wieder La Paz, Übernachtung im Hotel.

F/M

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20. Tag: La Paz – Lima - Deutschland

Der Vormittag steht zur freien Verfügung und bietet sich an, nochmals zu Fuß die Stadt zu besuchen; das Zentrum ist nur wenige Fuß-Minuten vom Hotel entfernt. Nachmittags heißt es Abschied nehmen von dem kontrastreichen Bolivien. Sie werden auf den Flughafen El Alto gebracht und fliegen von La Paz über Lima zurück nach Deutschland oder beginnen Ihr Anschlussprogramm (siehe oben).

F

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21. Tag: Deutschland

Ankunft in Frankfurt oder den von Ihnen gewählten Bestimmungsflughafen. Ende einer schönen, erlebnisreichen Reise.


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