Geographische Lage:
Kolumbien liegt im Südwesten Südamerikas zwischen der Karibik im Norden und dem Pazifik im Westen. Das Land grenzt im Nordwesten an Panama, im Nordosten an Venezuela, im Osten an Brasilien, im Süden und Südwesten an Peru und Ecuador.
Landesfläche:
Mit 1.138.914 qkm nimmt Kolumbien den vierten Platz in Südamerika ein, nach Brasilien und Argentinien.
Bevölkerung:
Gegenwärtig zählt Kolumbien ca. 42 Millionen Einwohner, deren Großteil, fast 90%, sich vorwiegend in dem westlichen Landesteil, nämlich dem Andengebiet, den gemäßigten Flusstälern und der Atlantischen Küste konzentriert. Ungefähr die Hälfte der Gesamtbevölkerung sind Mestizen, eine Rassenmischung von Spaniern und Eingeborenen. Die Weißen stellen 20% der Bevölkerung dar, genauso wie die Schwarzen und Mulatten. Reinrassige Indios gibt es lediglich 7%. Die Landereligion ist römisch-katholisch. Die offizielle Landessprache ist spanisch. An Orten von touristischem Interesse wie in Hotels, Museen, Restaurants wird englisch gesprochen.
Politische Verfassung:
Kolumbien ist eine demokratische Republik, deren Macht in drei verschiedene Organe aufgeteilt ist: das gesetzgebende Organ, das vom Parlament vertreten wird und das aus dem Senat und dem Abgeordnetenhaus besteht. Diese Körperschaften werden vom Volk gewählt. Das ausführende Organ wird vom Präsidenten der Republik und seinen Ministern gebildet. Der Präsident wird von der wahlberechtigten Bevölkerung für eine Amtsperiode von vier Jahren gewählt. Das Justizorgan wird vom Obersten Gerichtshof, den Landgerichten und den Amtsgerichten vertreten.
Klima:
Obwohl das Land in den Tropen liegt, besitzt Kolumbien verschiedene Klimazonen, die von den hohen Andenketten bestimmt werden, wo sich die Temperatur, je nach Höhenlage, verändert. Es gibt keine eigentlichen Jahreszeiten: die Regenzeit nennt man Winter und die Trockenzeit Sommer.
Heiße Zone: Küsten, Ebenen und Täler bis zu 1.200 m = 5% der Landesfläche; tropisch, subtropisch, heiß; Durchschnittstemperatur zwischen 22-30 Grad C. Gemäßigte Zone: Gebirgstäler und Berghänge zwischen 1.200 m und 1.400 m = 12% der Landesfläche; Durchschnittstemperatur zwischen 17-27 Grad C.
Kalte Zone: Höhen zwischen 2.400-3.000 m = 9% der Landesfläche; Durchschnittstemperaturen zwischen 11-17 Grad C. Unbewohnte kalte Zone: Höhen bis 5.780 m = 4% der Landesfläche.
Regenzeit: März/April und Oktober/November. Mit Regen ist allerdings immer zu rechnen.
Wirtschaft:
Die kolumbianische Wirtschaft basiert hauptsächlich auf der Kaffeeproduktion. Ungefähr 50% des Gesamteinkommens des Landes stammt aus dem Kaffee-Export. Kolumbien ist der zweitwichtigste Kaffeeproduzent der Welt. Andere wichtige Agrargüter sind: Bananen, Baumwolle, Blumen und Zucker. Der Industrie-Sektor bildet 18% des Bruttosozialproduktes und beschäftigt ca. 1/4 der städtischen Arbeitskräfte. Die Textilindustrie ist traditionell die wichtigste des Landes. Ihr folgen die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, die Tabakproduktion und in jüngster Zeit die chemische Industrie. Die Kraftfahrzeugmontage hat in letzter Zeit an Bedeutung gewonnen. - Kolumbien besitzt die größten Kohlevorkommen Lateinamerikas. Außerdem beträchtliche Reserven an Erdöl, die es ihm erlauben in wenigen Jahren die Selbstversorgung zu erreichen und sogar (Überschüsse für den Export zu erzielen. Kolubien ist auch als der wichtigste Smaragd-Weltproduzent international bekannt.
Währung:
Die kolumbianische Währungseinheit ist der Peso (kol$). US$-Reiseschecks, internationale Kreditkarten werden akzeptiert.
Strom: 220/110 Volt. Teilweise Flachstecker-Adapter notwendig.
Einheimische Gerichte:
Die feine Tradition der spanischen Kochkunst und der Einfluss der Eingeborenen-Kocharten bestimmen die einheimische Küche. Sie bietet eine ganze Palette vielfältiger Spezialitäten, die durch die Lebensweise der Kolumbianer geprägt wurde.
In Bogotá: den leckeren und traditionellen Bogotaner "Ajiaco" (Eintopfgericht mit Hühnerfleisch), "Cuchuco con Espinazo (Weizensuppe mit Schweinerücken) und "Mazamorra' (Maissuppe nach Chibcha Art), "Puchero" (Art Eintopf) und "Aji de Aguacate" (Ajipfeffer in Avocadobrei), "Piquete Sabanero" (aus mehreren Fleischsorten bestehendes Gericht). Nachtisch: "Melcochas" und "Alfandoques" (Art Lebkuchen). An der Karibikküste: jede Art von Fischgerichten. Reis mit Kokosnuss, Reis mit Krabben oder mit "Chipichipi" (Meeresmuscheln)."Sancocho" (Eintopf), "Cazuela" (Art Eintopf), "Patacones" (gebratene Bananenscheiben). Im Amazonasgebiet: die "Feijoada" (Bohnengericht), typisches Gericht von Leticia. Der "Aguardiente" (eine Art Anisschnaps) wird im ganzen Land getrunken. Das kolumbianische Bier ist. so gut, dass es sogar exportiert wird. Die Fruchtsäfte (Ananas, Papaya, Curuba, Lulo, Guanabana, Maracuya) sind köstlich.
Einkaufsmöglichkeiten:
Kolumbien ist ein wahres Einkaufsparadies für den Touristen. Die Leder- und Baumwollwaren sind wegen ihrer hohen Qualität und den erschwinglichen Preisen sehr begehrt. In Bogotá und Cartagena sind der präkolumbische Smaragd- und Goldschmuck begehrte Mitbringsel. Alle Regionen des Landes tragen zur Bereicherung des Kunsthandwerks bei. Ein reichhaltiges Angebot an "Guajira"-Trachten, typischen Webarbeiten, Ponchos und Strickjacken aus roher Baumwolle, Keramikfiguren, Wandbehängen, Ledertaschen, Malereien von den verschiedenen Regionen liegt vor. Die Geschäfte sind vom Montag bis Samstag von 8.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Einige Geschäfte schließen allerdings am Samstagnachmittag. Banken sind montags bis freitags von 9.00 bis 15.00Uhr offen. Staatliche Behörden bedienen von 8.30 bis 17.30 Uhr. Museen sind montags geschlossen.