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Landesinformation Ecuador

Hier finden Sie ausführliche Informationen zu Ecuador


Ecuador, der kleinste der Andenstaaten, liegt am Pazifik und grenzt im Norden an Kolumbien und im Osten und Süden an Peru. Die Anden durchziehen das Land von Nord nach Süd. Der Chimborazo (6310 m ü.d.M.) ist der höchste Berg. Das Hochland (Sierra) wird durch zwei in Nord-Südrichtung verlaufende, aus 30 Vulkanen gebildete Hochgebirgszüge geprägt: die Westkordillieren (Cordillera Real) und die Ostkordillieren (Cordillera Oriental). Westlich der Anden liegt das fruchtbare Tiefland, östlich der Anden der Regenwald (Selva, Oriente, Amazonia) des Amazonasbeckens. Die Küste (Costa), von niedrigen Hügelketten durchzogen, nimmt ca. ein Viertel der Staatsfläche ein. Das obere Amazonasbecken im Osten besteht aus dichtem tropischem Dschungel, der von zahlreichen Flussarmen durchzogen wird. Die Amazonasregion nimmt 36% der Landesfläche ein, jedoch nur 3% der Bevölkerung leben hier. Die Galápagos-Inseln liegen etwa 1000 km westlich des ecuadorianischen Festlandes. Aufgrund ihrer abgeschiedenen Lage beheimaten sie eine außergewöhnliche und einmalige Artenvielfalt.


Übersichtskarte Ecuador

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Einreisebestimmungen:
Visumfrei für 90 Tage. Notwendig sind: ein bei Ankunft mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass, Rückreisetickets und ausreichende Geldmittel.

Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument. Es wird empfohlen einen Kinderreisepass mitzuführen. Mit Kinderausweisen (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) hat es bereits bei der Ausreise Probleme gegeben.

Für den Besuch der Galapagosinseln ist eine Transit Control Card nötig, die z.Zt. US$ 20,- kostet und vor dem Flug nach Galapagos an den Flughäfen Quito und Guayaquil erworben werden muss.
Bei Überlandreisen (Festland und Galapagosinseln) ist, aufgrund von häufiger vorkommenden Polizeikontrollen, die Mitnahme des gültigen Reisepasses unbedingt erforderlich.



Eintritte:
Der Eintritt in den Nationalpark Galápagos in Höhe von US$ 100 p.P. sowie die weiteren Eintritte müssen bar bezahlt werden wie auch Rechnungen auf der Kreuzfahrt.



Einwohner:
Ecuador hat rund 15 Millionen Einwohner unterschiedlichsten ethnischen Ursprungs, die sich größtenteils in den Städten Quito, Guayaquil und Cuenca konzentrieren. Nach Schätzungen gibt es ca. 40% Hochland Indigene, 40% Mestizen, 10 % Weiße, 5 % Afro-Ecuadorianer und 1% Urwald Indigene (es gibt 14 indigene Stämme mit eigenen Sprachen und Bräuchen); der Rest sind Mulatten und Zambos (Mischlinge zwischen Indigenen und Afro-Ecuadorianern).

 

Fläche:

272.045 km² (Weltrang 71) - etwas größer als die alten Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland.



Freiwillige Trinkgelder:
Es ist üblich, bei Ausflügen dem Reiseführer und Fahrer ein Trinkgeld von je ca. 2 US$ pro Tag zu geben. Für Galápagos gelten gesonderte Regelungen je nach Kreuzfahrtlänge.



Hauptstadt:
Quito, 2,2 Mio. Einwohner, 2.850 m ü.d.M., Entfernung zu Frankfurt 9.770 km



Impfungen:
Für die Einreise aus Europa ist keine Gelbfieberimpfung notwendig. Bei Einreise aus einem Gelbfieberendemiegebiet ist eine gültige Impfung gegen Gelbfieber für alle Reisenden älter als 12 Monate erforderlich. Für einen Urwaldaufenthalt ist die Mitnahme eines Malariamittels empfohlen. Malaria-Infektionsgefahr besteht fast ausschließlich in der weniger gefährlichen Form (P. vivax) in den unter 1.500 m Höhe gelegenen ländlichen Gebieten im Amazonasbecken. Es ist möglich ein Stand-by Malariamittel auf die Reise mitzunehmen. 



Klima:
Es gibt nur zwei Jahreszeiten: Trocken- und Regenzeit. Das Klima kann in 4 Zonen unterteilt werden: In den Anden herrscht auf einer Höhe von 2.000 - 3.000 m "ewiger Frühling". Die Temperaturen liegen am Tag bei 20-25° C, in der Nacht sinken sie auf 5-10°C. An der tropischen Küste im Norden Ecuadors beträgt die Temperatur 25-30° C, im Süden dagegen liegt sie durch den Einfluss des Humboldt-Stroms etwas niedriger. Im Amazonasgebiet liegen die Tagestemperaturen zwischen 25-30 °C und sinken in der Nacht auf ca. 16-20° C. Hohe Luftfeuchtigkeit. Galápagos-Inseln: Ganzjährig gleichbleibendes, angenehmes Klima.

 

Lage:

Im Nordwesten Südamerikas an der Pazifikküste gelegen, grenzt es im Norden an Kolumbien und im Süden an Peru. Zu Ecuador gehören auch die 900 km vom Festland entfernten Galápagos-Inseln.

 

Orte:

Quito (San Francisco de Quito) ist die Hauptstadt von Ecuador und liegt 20 Kilometer südlich des Äquators in einem 2.850 m hohen Becken der Anden. Sie ist mit rund 2,2 Millionen Einwohnern nach Guayaquil die zweitgrößte Stadt des Landes. Außerdem ist sie Hauptstadt der Provinz Pichincha und des Kantons Quito. Man hat von Quito eine spektakuläre Aussicht nach Südosten auf den Vulkan Cotopaxi (5.897 m). In der weiteren Umgebung befinden sich außerdem die aktiven Vulkane Cayambe (5.790 m), Antisana (5.753 m), Illiniza (5.263 m) und zahlreiche kleinere. Neben dem Guayllabamba ist der Machángara der wichtigste Fluss. Er fließt in Richtung Osten durch eine durch sein Tal gebildete, aus Steilhängen bestehende Unterbrechung der östlichen Begrenzung des Tals, hinter der Guápulo und das Tal von Tumbaco liegen. Weitere Flüsse sind der Monjas, der Pita und der Río San Pedro, die allesamt zum Flusssystem des Guayllabamba gehören.

Guayaquil (eigentlich Santiago de Guayaquil) ist die Hauptstadt der ecuadorianischen Provinz Guayas und die größte Stadt und wichtigster Hafen in Ecuador.
Sie hat (2014) 2,5 Mio. Einwohner; im Großraum Guayaquil leben mehr als 3 Mio. Menschen. Die Stadt liegt am Westufer des Guayas, etwa 50 km oberhalb von dessen Mündung in den Golf von Guayaquil. Der Guayas ist ein in Guayaquil stattfindender Zusammenfluss des Daule und des Babahoyo. Das ursprüngliche Zentrum von Guayaquil liegt auf geringer Höhe zwischen drei Hügeln und dem Estero Salado, einem weit ins Landesinnere ragenden Meeresarm, der im heutigen Stadtgebiet zum Teil ausgetrocknet und u. a. mit gehobenen Wohnvierteln bebaut worden ist.

San Cristóbal, oder Chatham ist die östlichste der Galápagos-Inseln. Sie hat eine Fläche von 558 km², der höchste Punkt der Insel liegt ungefähr 730 Meter über dem Meeresspiegel.
Der spanische Name der Insel "San Cristóbal" kommt von dem Heiligen der Seefahrer, dem heiligen Christophorus (span.:Cristóbal de Licia). Ihr älterer, englischer Name Chatham kommt vom ehemaligen britischen Premierminister William Pitt, 1. Earl of Chatham. Auf San Cristóbal leben zahlreiche Prachtfregattvögel, Seelöwen, Riesenschildkröten, Blau- und Rotfußtölpel, Leguane und Seemöwen. Die Vegetation der Insel umfasst Gewächse wie Calandrina galapagos oder Leocarpus darwinii und Bäume wie Lignum vitae oder Matazama.
Im Meer um die Insel leben Delfine, Haie, Rochen und Hummer. In der südlichen Hälfte der Insel liegt, im Bergland San Cristóbals, der Laguna El Junco, der größte Süßwassersee des Galápagos-Archipels. In La Galapaguera befindet sich eine Aufzuchtsstation für Riesenschildkröten.



Ortszeit:
MEZ minus 6 Stunden, MEZ minus 7 Stunden (Galápagos).



Religion:
überwiegend Katholizismus, daneben auch indigene Naturreligionen.



Staatsform:
Präsidiale Republik



Stromversorgung:
110/220 V Wechselstrom, Adapter für Flachstecker zum Teil nötig.



Trinkwasser:
Das Leitungswasser sollte nicht getrunken werden, kann jedoch zum Zähneputzen verwendet werden.



Währung:
Die Währung in Ecuador ist der US-Dollar. Es empfiehlt sich, vor allem die Mitnahme von kleinen und größeren Scheinen (unversehrte Banknoten) in bar. Wir empfehlen keine Traveller-Schecks, da diese nur bedingt als Zahlungsmittel akzeptiert werden und in der Regel lange Wartezeiten auf der Bank mit sich bringen. Die Kreditkarte (Master/Visa/Eurocard) wird auf Galapagos als Zahlungsmittel nicht akzeptiert. Auf dem Festland kann in größeren Geschäften und Restaurants mit gängiger Kreditkarte (Visa, Mastercard) gezahlt werden sowie an Bankautomaten Geld abgehoben werden.

 

 


Galápagos Inseln

Der Name Galápagos ist aus dem spanischen und heißt Landschildkröte. Der Insel-Archipel umfaßt 7.882 km². Der Insel-Archipel wurde 1959 zum Nationalpark erklärt und wird seit 1964 von der Darwin-Station verwaltet. Er gehört zu Ecuador und liegt etwa 1.000 km vor der ecuadorianischen Küste im Pazifik, direkt am Äquator.
Insgesamt gibt es 48 Inseln und Felsen. 13 der Inseln sind größer als 14 km². Die Inseln sind die mächtigen Spitzen der aus dem Meer herausragenden Vulkane. Der Ursprung dieser Vulkane liegt auf der sog. Galápagos-Plattform auf dem Meeresgrund. Langanhaltende Ergüsse haben sogenannte Schildvulkane entstehen lassen - Vulkane von verhältnismäßig flacher Gestalt. Die Hauptinseln des Archipels Santa Cruz, San Cristobal, Floreana sind dafür typische Beispiele.
Die aktivsten Vulkane sind auf den im Westen gelegenen Inseln Fernandina und Isabela zu finden. Die Inseln Santa Cruz, Floreana und San Cristobal hingegen haben schon längst erloschene Vulkane und sind entsprechend sehr vegetationsreich. Die Inseln bieten das ganze Jahr über einzigartige Tierbeobachtung.


Klima:
Das Klima auf Galapagos wird durch den kalten aus dem Süden kommenden Humboldtstrom, 14-18° C und dem warmen aus dem Norden kommenden Niñostrom, ca. 23-25° C, bestimmt. Die senkrecht stehende Äquatorsonne hat einen großen Einfluss auf die Landtemperatur. In den Monaten Oktober bis April liegen die Tagestemperaturen an Land zwischen 28 und 35° C, und in der Nacht ca. 22° C. Die Wassertemperaturen steigen in dieser Zeit von 18 auf 25° C an (die örtliche Wassertemperaturen variieren stark - aufgrund der o.g. Ströme). Das Wetter ist sehr schön und klar, ab und zu gibt es kräftige Tropenregen. In den Monaten Mai bis Oktober sinkt die Wassertemperatur auf ca. 18° C und die Landtemperatur am Tag auf 20-25° C (sehr angenehm) und in der Nacht auf ca. 18° C. In diesen Monaten herrscht ein trockenes Klima. An manchen Tagen bildet sich um die Inseln und über dem Meer Nebel und Nieselregen ("Garua"), der sich oft wieder auflöst. Speziell an “bedeckten Tagen" sollte man sich vor der Sonnenkraft schützen, da man Sie dann oft unterschätzt.


Fauna und Flora:
Aufgrund ihrer artspezifischen Flora und Fauna wurden die Galápagos-Inseln durch die Evolutions-Theorie Charles Darwins als Laboratorium der Natur berühmt. Die Tierwelt der Galápagos-Inseln ist im wahrsten Sinne des Wortes einzigartig. Sie besteht zum größten Teil aus Schöpfungen, die sonst nirgendwo auf der Erde vorkommen. Hier teilen sich antarktische Tiere und typische Vertreter der tropischen Fauna ein und denselben Lebensraum.

 

Lieber Reisefreund!

Mit folgenden Informationen wollen wir Ihnen als engagierten Naturfreund die Möglichkeiten aufzeigen, sich die Galápagosinseln mit einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt auf eine " umweltfreundliche" Art und Weise zu erschließen. Zunehmend mehr Menschen zieht es Jahr für Jahr zu dem Inselparadies im Ostpazifik. Sie fragen wahrscheinlich mit Recht, ob es zu verantworten ist, heute noch Touristengruppen in ein fragile Schutzgebiete wie Galápagos zu führen. Wir glauben, dass eine grundsätzliche Ablehnung von Naturreisen den Naturschutzgebieten abträglich ist. Wer als interessierter Mensch keine Möglichkeit hat, die Natur kennen zu lernen, wird sich auch nicht zu ihrem Beschützer aufschwingen. Nur eigenes Erleben und daraus wachsende Kenntnis und Begeisterung wandeln einen Konflikt zwischen Tourist und Natur in ein produktives Miteinander. Ein fachkundiger und verantwortungsbewusster Reiseleiter kann diese Entwicklung ebenso unterstützen wie entsprechende Reiseinformationen und ein guter "Reiseführer Natur Galápagos" (BLV-Verlag). Es liegt an jedem einzelnen Touristen, die Tier- und Pflanzenwelt mit Respekt zu behandeln und Einsicht für die notwendigen Beschränkungen zu zeigen. Ein Tourismus dieser Art, der auf Informationen aufbaut und dessen Ziel die Sicherung der Naturschönheiten ist, wird vielleicht die überfällige Wende bringen. Unberührte Natur, naturnahe Landschaften und frei lebende Tiere und Pflanzen haben einen ganz besonderen Wert. SFR bemüht sich, Ihnen jede Reise mit Sachkenntnis und Sorgfalt vorzubereiten.

 

Weitere Informationen siehe Inselüberblick ... (pdf-Datei)