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Landesinformation Myanmar

 

 

Myanmar ist eines der letzten Reiseländer Asiens, das vom Massentourismus noch unentdeckt geblieben ist. Man fühlt sich in ein Asien Mitte des letzten Jahrhunderts zurückversetzt. Das Land liegt zwischen viel besuchten Zielländern in Asien wie Thailand, Indien und China. Man kann Myanmar in nur einer Stunde Flug aus Bangkok erreichen, sowie aus Singapur, Doha, Taipeh und Kuala Lumpur .  Myanmar ist ungefähr doppelt so groß wie Deutschland.

Nach der britischen Kolonialzeit, die von 1885 bis 1948 dauerte, waren die Interessen der einzelnen Volksgruppen so unterschiedlich, dass das Land zu zerfallen drohte. Ab 1962 wurde das Land mit militärischer Macht geeint und gegenüber der Welt abgeschlossen. Da Myanmar erst seit Anfang der 90er Jahre ohne Probleme zu bereisen ist, findet der Besucher eine Welt des ursprünglichen Asien wie kaum in einem anderen Land.

Die Besucher sind überwältigt von der schönen Landschaft, den vielen Sehenswürdigkeiten und vor allem von der Freundlichkeit und der Wärme, die ihnen die Einwohner Myanmars entgegenbringen. In Myanmar leben ungefähr 135 verschiedene Volksgruppen. Aufgrund des Buddhismus gibt es tausende Pagoden und viele Klöster. Es gibt darüber hinaus noch so viel anderes zu sehen z.B. Sehenswürdigkeiten wie interessante Dörfer, Handarbeitszentren, historische Gebäude aus der Britischen Kolonialzeit, große Flüsse, landwirtschaftliche Flächen, Wälder, bunte Märkte, tolle Strände, ethnische Gruppen und vieles mehr.

Einreisebestimmungen

Für die Einreise nach Myanmar ist ein Visum notwendig, erforderlich sind dazu der mindestens 6 Monate gültige Reisepass (mit mindestens noch einer freien Seite).

Bei der Ankunft in Myanmar müssen alle Gäste Ein- und Ausreise
Formulare sowie ein Zollerklärungsformular ausfüllen.

Bei der Ausreise auf dem Luftweg wird eine Flughafengebühr in Höhe von USD 10 erhoben. Diese ist bei Abflug in bar zu entrichten. Für Inlandsflüge fällt keine Flughafengebühr an.

Impfungen und Gesundheit

Es sind keine Impfungen vorgeschrieben. Einige Ärzte empfehlen eine Malaria-Prophylaxe. Gelegentlich werden Impfungen gegen Typhus, Hepatitis, Tetanus und japanische Enzephalitis empfohlen.
Es wird empfohlen, keine Nahrung von Straßenhändlern zu sich zu nehmen. Auf dem Lande und in Waldgebieten ist ein Schutz vor Insektenstichen erforderlich.
Generell sollten Sie beachten: Verzichten Sie auf ungeschältes Obst, Salate, rohes Gemüse oder Eiswürfel in einfachen Restaurants. Sie vermeiden damit Durchfallerkrankungen.

Krankenhäuser, mit einem entsprechenden Standard um Touristen versorgen zu können, gibt es in Myanmar nur in Yangon und Mandalay. Es gibt aber eine Reihe von Privatkliniken, die eine Notfallversorgung vornehmen können.

Kleidung

Das ganze Jahr über ist leichte Sommerkleidung ausreichend, die jedoch immer gut waschbar und atmungsaktiv sein sollte. Während der kühleren Jahreszeit empfiehlt es sich jedoch, für die Abende leichtere Jacketts, Pullover oder Jacken dabeizuhaben. Plant man Bergaufenthalte, sollte man auch leichte Wollsachen mitnehmen.
In der Regenzeit ist ein Regenschutz unerlässlich. Außerdem braucht man immer eine gute Sonnenbrille.
Ist ein längerer Aufenthalt erforderlich, sollte man unbedingt den nötigen Bedarf an Kleidung, Wäsche und Schuhen mitbringen, da Einkaufsmöglichkeiten nur in Yangon gegeben sind.
Schuhe und Socken müssen beim Betreten von Gebäuden oder Anlagen, die religiösen Zwecken dienen, ausgezogen  werden.

 

Klima und Reisezeit

In Myanmar gibt es drei Jahreszeiten: die heiße Zeit dauert in der Regel von März bis Mai (mit Temperaturen von 25 – 40 °C), die Regenzeit von Juni bis September (mit Temperaturen von 20 – 33 °C bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit) und die trockene Zeit von Oktober bis Februar (mit Temperaturen von 18 – 25 °C).

Dennoch hat jede Reisezeit Ihren eigenen Reiz: im Winter sind die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit eher angenehm, in der restlichen Zeit erlebt man dafür die Landschaft in noch satterem Grün. Bagan und Mandalay sind z. B. von der Regenzeit kaum betroffen und können das ganze Jahr gut bereist werden. Zu Schwierigkeiten kann es in der Regenzeit jedoch in sehr abgelegenen Bergregionen kommen, da dort die Straßen teilweise stark beschädigt werden.

Es gibt auch viele Feste und Feierlichkeiten in Myanmar, deren Besuch besonders interessant ist. Sehen Sie sich dazu unseren Festkalender an.

 

Landessprache/Sprache

Die Landessprache ist burmesisch. Im ganzen Land gibt es jedoch etwa 170 verschiedene Dialekte. In den von Ausländern häufig besuchten Gebieten sprechen viele Einheimische auch Englisch.

 

Öffnungszeiten der Geschäfte und Banken

Mo bis Fr 8-15 oder 10-17 oder 14-20 Uhr (nicht einheitlich). An einem Tag der Woche haben die so genannten Regierungsläden geschlossen.

Orte

Yangon, die alte Hauptstadt, hat zahlreiche alte koloniale Gebäude und bunte Märkte. Yangon ist eine sehr grüne Stadt mit großzügigen Straßen. Über allem thront die majestätische Shwedagon Pagode, eine der größten und schönsten  Pagodenkomplexe Asiens.

Mandalay war die letzte Hauptstadt des burmesischen Königreichs, heute ist die Stadt mit fast einer Million Einwohnern ein Handelszentrum. An den Ufern des legendären Irrawaddy (heute Ayeyarwaddy genannt) gelegen, ist die Stadt Nachbar der von den Shan- und Kachin- Stämmen bewohnten Bergregionen und fungiert als Eingangstor in den Norden. Die nahe gelegenen früheren Königstädte Ava, Amarapura, Mingun und Sagaing machen diese Region zu einer der historisch und kulturell interessantesten Gegenden. Mandalay selbst ist Heimat verschiedener Arten von Kunsthandwerk und beherbergt auch das größte Buch der Welt (auf Steintafeln) in der Kuthodaw Pagode.

Bagan ist tatsächlich eines der archäologischen Weltwunder. Gegründet 849 v.Ch. auf einer Hochfläche über dem Ayeyarwaddy gelegen, gewann es an Bedeutung als der burmesische König Anawrahta 1044 an die Macht kam. Eine unglaubliche Periode des Tempelbaus begann und endete erst, als die Armeen des Mongolen Kublai Khan 1287 einfielen. Von den ursprünglich 10.000 Pagoden, existieren heute noch etwa 3.000, manche klein und anmutig, andere ragen mächtig in den Himmel. Einer der schönsten Anblicke in Myanmar ist der Rundblick über die Tempel von Bagan bei Sonnenauf- und Untergang.

Inle -See. Der vom Intha-Volk bewohnte See ist 22 km lang und 11 km breit. Er ist  einzigartig und ist ein beliebtes Reiseziel. Es ist ein idyllischer und ruhiger Ort. Es gibt schwimmende Gemüsegärten und die Fischer rudern ihre schlanken Boote mit einer einzigartigen Bein-Rudertechnik. Es gibt ausserdem ein Kloster, dessen Mönche den Katzen beigebracht haben, durch kleine Reifen zu springen. Umgeben wird der See von einem niederen Gebirgszug und es ist möglich, in Rahmen von Tagesausflügen, kleine Dörfer in der Umgebung zu besuchen. Der See beherbergt auch eine große Anzahl von Vogelarten und zusammen mit den Grasflächen ergibt sich eine großartige Wasserlandschaft.

 

Strände

Myanmar hat eine zirka 2.000 km lange Meeresküste, die großteils unberührt ist. Die beliebtesten Strände sind der Ngapali Beach und der Ngwe Saung Beach.

Ngapali  Strand: Nur einen kurzen Flug von 40 Minuten von Yangon entfernt befindet sich der Ngapali-Strand. Seine goldenen Sandbuchten, die Palmen und das grüne klare Wasser des Golfs von Bengalen sorgen für eine schöne und erholsame Umgebung. Obwohl “Ruhe” das Kennzeichen für den Ngapali-Strand ist, gibt es doch auch Surfbretter und Boote zu mieten. Es gibt auch Fahrräder zu leihen. Damit lassen sich die nahe gelegenen Fischerdörfer über ruhige Straßen erreichen. Oder Sie lassen sich von einem kleinen Boot mitnehmen, um die Fischer bei ihrer Arbeit zu sehen.  

Ngwe Saung Strand: Der Ngwe Saung-Strand liegt westlich von Yangon ebenfalls am Golf von Bengalen. Der Strand kann mit einem 25-Minuten-Flug nach Pathein und einem Transfer von einer Stunde erreicht werden. Er kann auch mit einer Fahrt per Auto (ca. 5 Stunden) von Yangon aus erreicht werden. Der Strand bietet ebenfalls eine ruhige Atmosphäre und qualitativ hochwertige Hotels.

 

Straßenverkehr

In Myanmar herrscht Rechtsverkehr. Mietwagen sind nur mit Fahrer erhältlich. Deutsche und internationale Führerscheine werden in Myanmar nicht anerkannt. Besondere Vorsicht ist für Fußgänger geboten, da Burmesen nicht vor Zebrastreifen halten.

 

Stromversorgung

Die Stromspannung in Myanmar beträgt 220-230 Volt, Wechselstrom 50 Hertz.
Man sollte damit rechnen, dass die Stromspannung schwankt (zwischen 160 und 230 Volt). Außerdem kommt es sehr häufig zu Stromausfällen, selbst in Städten. Im Landesinnern gibt es meist zwischen 22 und 6 Uhr keinen Strom. Wenn nicht unbedingt notwendig, ist aufgrund dieser Probleme die Mitnahme von elektrischen Geräten nicht lohnenswert. Ansonsten wird empfohlen, einen Mehrfachadapter mitzunehmen. Zumeist sind die Steckdosen englischen Formats. Ein internationaler Adapter sollte also nicht fehlen.

 

Telefonverbindung

Die Vorwahl von Deutschland nach Myanmar ist 0095, von Myanmar nach Deutschland wählt man 0049. Mittlerweile sind Telefongespräche fast überall im Selbstwähldienst möglich. Internationale Ferngespräche können vom Telegrafenamt ausgeführt und in US-$ bezahlt werden. Ebenso kann man von bestimmten Shops aus telefonieren, die mit einem roten Schild oder Telefon gekennzeichnet sind. Telefonhäuschen gibt es nicht. Gespräche vom Hotel aus sind etwa doppelt so teuer. Auskunft erhält man über die Nummer 100.
NOTRUFNUMMERN: Polizei 199, Unfallrettung, regional unterschiedlich, Yangon 29 51 33, Feuerwehr 191.

Netztechnik: GSM 900.
Zurzeit besteht keine Erreichbarkeit der Systeme E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone.

 

Trinkgelder

In Restaurant ist vielfach bereits ein Bedienungszuschlag von 10% in den Rechnungen enthalten, ein zusätzliches Trinkgeld von bis zu 10 % ist üblich.
Bei Taxifahrten ist kein Trinkgeld üblich, der Betrag kann aber aufgerundet werden. Besonders gute Leistungen Ihres Reiseleiters und des Busfahrers sollten eben falls durch ein persönliches Trinkgeld gewürdigt werden.
Für den Busfahrer empfehlen wir einen Betrag von ca.USD 1,00 pro Person und Tag. Die Richtwerte für den Reiseleiter liegen bei ca. 2 USD -  2.50 USD pro Person  und Tag. Die Höhe des Trinkgeldes liegt jedoch ausschließlich in Ihrem eigenen Ermessen und soll Ihre Zufriedenheit mit der erbrachten Leistung zum Ausdruck bringen.

 

Währung

Die Landeswährung ist der Kyat (gesprochen: Tschat). Währungskürzel: K, MMK (ISO-Code).

1 Kyat = 100 Pyas. Banknoten sind im Wert von 1000, 500, 200, 100, 90, 50, 45, 20, 15, 10, 5 und 1 K und 50 Pyas im Umlauf. Münzen gibt es im Wert von 1 K sowie 50, 25, 10, 5 und 1 Pyas. Es sind jedoch nur noch Banknoten und keine Münzen mehr im Umlauf. Um den Schwarzmarkt zu unterbinden und die finanzielle Situation der Dissidentengruppen zu schwächen, werden gelegentlich bestimmte Banknoten ohne Vorwarnung für ungültig erklärt.

Aufgrund der US-amerikanischen Finanzsanktionen gegen Myanmar werden Kreditkarten und Reiseschecks als Zahlungsmittel kaum akzeptiert. Nur ganz wenige Luxushotels akzeptieren Visa & Master Card. ( Yangon und Mandalay ). Dabei ist zusätzlich eine Gebühr von 4,20 – 6 % zu entrichten. Barabhebungen mit Kredit- oder EC- (Cirrus- oder Maestro-) Karten sind nicht möglich. Geldautomaten existieren nicht. Reisende können Zahlungen daher im Regelfall nur in bar leisten.

Zeitverschiebung

Die Zeitverschiebung zu Deutschland, Österreich und der Schweiz ist +5.5 Stunden (Winterzeit), bzw. + 4,5 Stunden (Sommerzeit). In der Hauptsaison ist der Sonnenuntergang gegen 17.30 Uhr.

 

Zollbestimmungen

Die zollfreie Einfuhr von 2 Flaschen alkoholischen Getränken, 2 Kartons Zigaretten oder 100 Zigarren und 1/2 Liter Parfüm sind pro Person erlaubt. Die Ausfuhr von antiken Kunstgegenständen und Gegenständen von archäologischer Bedeutung ist verboten. Bei der Ausfuhr von Edelsteinen und Schmuck muss eine offizielle Händlerrechnung vorliegen. Die Ein- und Ausfuhr ausländischer Devisen ist in unbegrenzter Höhe zulässig; ausländische Besucher müssen jedoch Beträge, die (insgesamt) den Gegenwert von USD 2.000 übersteigen, deklarieren. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung Kyat ist nicht gestattet.

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