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Länderinformation Bhutan

 

Das Königreich Bhutan liegt in Südasien und grenzt im Süden an die indischen Bundesstaaten Sikkim, Westbengalen, Assam und Arunachal Pradesh (von Westen nach Osten), sowie im Norden an Tibet (China). Die Oberflächengestalt Bhutans ist vom Himalaya geprägt. Über 80 Prozent des Landes liegen über 2.000 Meter Höhe.
Das Land gliedert sich in drei Landschaften. Im Süden, an der indischen Grenze, verläuft die Duar-Ebene, eine schmale Niederung, die zu den Ausläufern des Ganges-Brahmaputra-Tieflandes gehört. Nördlich davon steigt das Land steil an. Die 2.000 bis 3.000 Meter hohen Berge des Vorderhimalaya sind das Hauptsiedlungsgebiet. An der Grenze zu Tibet liegt die Hochgebirgsregion Lunana. Höchster Berg des Landes ist der Kula Kangri mit 7.554 Meter. Der 7.541 Meter hohe Gangkhar Puensum ist der weltweit höchste Berg, der noch nie von einem Menschen bestiegen wurde. Mehr als zwei Drittel des Königreiches sind bewaldet.


Einreisebestimmungen:
Für die Einreise wird ein Visum benötigt. Bhutan stellt das Visum allerdings nicht im Ausland aus. Deswegen müssen alle wichtigen Informationen aus dem Reisepass mindestens 14 Tage vor Abreise an die Organisation, die das Reisearrangement übernimmt, übermittelt werden, damit diese sich um die Formalitäten kümmern kann. Das Visum wird bei Ankunft in Paro am Flughafen in den Pass gestempelt. Die Kosten für das Visum betragen 20 USD, die bar bezahlt werden müssen. Außerdem werden 2 Passfotos benötigt.

 

Fläche: 38.394 qkm

 

Hauptstadt: Thimpu

 

Impfungen:
Bei der Einreise werden keine Impfungen vorgeschrieben. Empfehlenswert ist ein Impfschutz gegen Tetanus und Hepatitis A/B, sowie eine Typhusprophylaxe. Im südlichen Teil Bhutans kann eine Malariaprophylaxe empfehlenswert sein.
Aktuelle und weiterreichende Informationen erhalten Sie bei jedem Arzt für Tropenmedizin oder den Tropeninstituten.

 

Kleidung:
In Bhutan muss mit großen Temperaturschwankungen gerechnet werden. Die beste Lösung ist, verschiedene Schichten übereinander zu tragen.
Als Reisender ist man mit konservativer, sportlicher Kleidung angemessen gekleidet. Ein Regenschirm wird zu jeder Jahreszeit benötigt.
Von Mai bis September reicht Baumwollkleidung und ergänzend eine leichte Jacke oder einen Wollpullover.
Von November bis April benötigt man jedoch warme Kleidung (lange Unterwäsche oder Wollstrumpfhosen und eine Daunenjacke).
Nicht angemessen sind zu eng anliegende, zu kurze Kleidung, sowie sehr freizügige Kleidung.

 

Klima:
Bhutan hat ein Bergklima, das von Region zu Region stark schwankt.
Südbhutan hat ein subtropisches Monsunklima. Das Klima in Zentralbhutan ist kühl gemäßigt und im Hochgebirge im Norden herrscht Dauerfrost. Der Osten ist wärmer als der Westen. Die zentralen Täler von Punakha, Wangdue, Phodrang, Mongar, Trashigang und Lhuntse sind halbtropisch und haben einen sehr kalten Winter. Ha Paro, Thimpu, Trongsa und Bumthang haben ein raueres Klima mit gelegentlichen Schneefällen im Winter.
Regenzeit ist von Mai bis September.
Beste Reisezeit ist von März bis Mai und von September bis Oktober.

Landessprache: Dzongkha, daneben gibt es zahlreiche tibetobirmanische Sprachen, im Süden auch Nepali und andere indorarische Sprachen

 

Orte:
Bumthang
Der Distrikt Bumthang umfasst 4 Täler: Chume, Choekhor, Tang und Ura. Diese liegen alle auf einer Höhe zwischen 2.600 und 4.000 Meter. Der Hauptverwaltungssitz ist Jakar. Die Täler in Bumthang sind groß und offen und die Berge fallen verhältnismäßig sanft ab und man bekommt ein Gefühl der Weite. Dies macht Bumthang zu einem idealen Wandergebiet.

Gangtey
Gangtey ist das größte Nyingmapa-Kloster in Bhutan. Es erhebt sich über dem Talboden und ist von einem großen Dorf umgeben. Die dort lebenden Familien, die mit dem Kloster verbunden sind, ziehen im Winter, mit den dort lebenden Mönchen, in ein wärmeres Kloster.

Haa
Seit 2004 ist der Bezirk Haa erst zugänglich für Touristen. Zwei berühmte Tempel liegen dort. Der Karpo-Lhakhang-Tempel und der Nagpo-Lhakhang-Tempel. Angeblich gehen diese auf einen Tempel aus dem 7. Jahrhundert zurück, der von dem tibetischen König Songtsen Gampo gebaut wurde.

Paro
Die Kleinstadt Paro liegt im Westen des Königreichs Bhutan auf einer Höhe von ca. 2400 m. Paro entstand 1986 als städtische Siedlung und hat sich erst seit 2005 rasant entwickelt. Die Häuser sind im traditionellen Stil erbaut und bunt bemalt. Der Flughafen von Paro wurde erst 1999 gebaut.

Punakha
Die ehemalige Winterhauptstadt Punakha liegt ebenfalls im Westen des Königreichs Bhutan auf einer Höhe von 1350 m. Aufgrund der niedrigeren Höhenlage ist das Klima subtropisch.
Der Punakha-Dzong wurde im Jahre 1637 von Shabdrung Ngawang Namgyal erbaut, nachdem dieser in einem Traum die Prophezeiung von Guru Rinpoche vernahm, die besagte, dass er an dieser Stelle einen Dzong bauen würde. Außerdem bewahrte er in diesem Dzong die heiligste Reliquie (Ranjung Karsapani) auf, die während der Feuerbestattung des Tsangpa Gyare (Begründer der Drukpa-Schule Tibets) entstanden war. Aufgrund dieser Reliquie wurde der Dzong von den Tibetern angegriffen, die diese zurück bekommen wollten, wurden aber von den Bhutanern zurückgeschlagen.
Der Punakha-Dzong liegt im Gegensatz zu anderen Dzongs in einem Tal, am Zusammenfluss der beiden Flüsse Mochu und Pochu und erinnert aufgrund seiner Lage an ein Riesenschiff.

Thimpu
Thimpu ist die Hauptstadt des Königreichs Bhutan und wohl auch die einzige Hauptstadt der Welt ohne eine Verkehrsampel. Das jährliche Klosterfest (Tsechu), das im Herbst stattfindet ist ein Highlight für jeden Besucher. Weitere Sehenswürdigkeiten sind zum Beispiel der Erinnerungs-Chorten (errichtet 1974 zum Gedenken an den 1972 verstorbenen dritten König Jigme Dorje Wangchuck), der Wochenmarkt, der Dzong von Thimpu ( Tashichoedzong), der Dechenchoeling-Palast, die Nationalbibliothek, das Museum für Volkskultur und das rote Nonnenkloster Thangthong Dewachen.

Wangduephodrang
Wangduephodrang oder einfach Wangdue liegt 71 Kilometer von Thimpu entfernt und befindet sich in 1.350 Meter Höhe. Typisch für Wangdue ist der stürmische Wind, der ab Mittag aufkommt und viele Staubwolken zur Folge hat.
Sehenswürdigkeiten sind zum Beispiel der Wangdue Phodrang-Dzong und der Dagana-Dzong.

 

Ortszeit:
MEZ-Winterzeit: + 5 Stunden
MEZ-Sommerzeit: + 4 Stunden

 

Stromversorgung:
Die Stromspannung in Bhutan beträgt 220 Volt. Die Versorgung ist allerdings nicht immer zuverlässig.

 

Währung:
Die Währung ist der Ngultrum (Nu.). Dieser ist in 100 Chetrum unterteilt. Ein Ngultrum entspricht einer indischen Rupie, die auch als Zahlungsmittel akzeptiert wird.
Kreditkarten sind in Bhutan weitestgehend unbekannt.
Reiseschecks oder Bargeld können bei der Bank of Bhutan oder der Bhutan National Bank in Thimpu oder in Ihren jeweiligen Hotels eingetauscht werden.